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Nachfolge Jesu, 2
Diese Christusnachfolge findet ihren Ausdruck im Mit-leiden, Mit-tragen, Mit-gehen und Mit-leben mit der gesamten Schöpfung. Unsere Hingabe in Armut und Demut macht uns frei und verfügbar für Gott und die Menschen und befähigt uns, die Liebe Gottes in der Welt sichtbar werden zu lassen.
Wie Jesus aufgrund seiner liebenden Annahme seines Vaters zum "Vollalter" Christi heranreifte(vgl. Eph 4,13), erkannte auch Klara in der unablässigen Betrachtung des Antlitzes Christi, sowie in der Schönheit der Geschöpfe und in allen Ereignissen, in den Dingen, wie in den Menschen, das Erbarmen des heiligen und gerechten Vaters, und so brach sie in ständiger Danksagung in die Worte aus: "Du, Herr, sei gepriesen, weil du mich erschaffen hast" (Heiligsprechungsprozess Klara 14,9 und Leben Klara 46).
Indem Christus den Willen des Vaters in jeder Situation seines irdischen Lebens bejahte und erfüllte, verschenkte er sich an alle Menschen. Um seiner Sendung treu zu bleiben, sucht er in der Einsamkeit die Nähe zum Vater. Im Vermächtnis seiner Liebe - den Sakramenten - gibt er uns Anteil an seinem göttlichen Leben.
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