![]() |
Tod der hl. Klara
Die Serie der acht Szenen wird abgeschlossen durch die Wiedergabe der sofortigen postumen Anerkennung Klaras von seiten der kirchlichen Hierarchie. Der Papst selbst beeilt sich, mit seinem Hof zu Klaras Begräbnis zu kommen. Das war insofern nicht schwierig, als Innozenz IV. in jenen Monaten (von April/Mai bis 6. Oktober 1253) mit der Kurie in Assisi residierte. Wie man sieht, kommt der Papst mit etlichen Kardinälen und Bischöfen. Er selbst beweihräuchert den Leichnam. Die Minderbrüder stehen staunend in der linken Ecke des Bildes. Interessant am Bericht des Thomas von Celano ist, daß er in seiner immerhin für den Papst geschriebenen Heiligenlegende nicht verschweigt, wie Innozenz IV. spontan die Messe zu Ehren der Jungfrauen statt die Totenmesse feiern will (und so der Anschein erweckt wird, als wollte er sie bereits kanonisieren) und nur das Veto des Kardinalprotektors Rainald ihn daran hindert. So blieb es eben diesem Rainald vorbehalten, als Papst Alexander IV. und Nachfolger von Innozenz IV. am 15. August 1255 in der Kathedrale zu Anagni Klara in das Verzeichnis der Heiligen aufzunehmen (LegCl 62). |